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Ayurveda die Gesundheitslehre

Ayurveda leitet sich aus dem Sanskrit ab, von “der Veda (Wissen) von der (Verlängerung der) Lebensdauer”. Außerdem handelt es sich um eine Sammlung von Lehrbüchern der altindischen Medizin. Drei große Sammelwerke (Samhitas) der sagenhaften altindischen Ärzte Carake und Sushruta aus dem 6.-5. Jh. v. Chr. sowie Vagbhata aus dem 7. Jh. n. Chr. sind mit teilweise später vorgenommenen Veränderungen erhalten; zwischen dem 12. und 16. Jh. wurden weitere Schriften (die “kleinen Drei”) verfasst.

Bei ärztlicher Anwendung auf der Grundlage des Ayurveda steht neben der Behandlung von Krankheiten die Förderung der Gesundheit im Zusammenspiel körperlicher, geistiger und spiritueller Kräfte im Vordergrund. Ernährung mit leich verdaulichen, beruhigenden Speisen aus frischen regionalen und saisonalen Lebensmitteln nimmt bei der ayurvedischen Gesundheitsförderung einen hohen Stellenwert ein. Dabeben soll die Lebensweise den Jahreszeiten angepasst aus bestimmten täglichen Routinen mit frühem Aufstehen, Körperpflege, Meditation und Körpermassage bestehen. Krankheiten entstehen nach Auffassung des Ayurvedas meist durch eine Verringerung des “großen Verdauungsfeuers” mit schlechter Verdauung und Ausscheidung; aber auch direkt könnten die Körpergewebe geschädigt werden. Zur Behandlung werden metallische, mineralische, tierische und vor allem pflanzliche Arzneien mit ausgleichender, reinigender oder stärkender Wirkung angewendet. Gegebenenfalls kommen chirurgische Techniken, Fasten, Körperübungen, ausleitende Verfahren und Ölanwendungen zum Einsatz.

Ayurvedische Ernährungslehre: auf über 4000 Jahre alten Traditionen beruhende, nach einer Sammlung von Lehrbüchern der altindischen Medizin (“Ayurveda”) benannte Ernährungslehre. Demnach sollen drei Lebensenergien (Doshas) die psychischen und physischen Abläufe im Körper bestimmen und jeder Mensch soll eine individuelle Kombination der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha besitzen. Jedes Dosha soll sich aus zwei der fünf Grundbausteine des Lebens zusammensetzen: Vata aus Äther (Raum) und Luft, Pitta aus Feuer und Wasser, Kapha aus Wasser und Erde. Bleiben die Energien in ihrer ursprünglichen Verteilung erhalten, bedeutet dies nach der ayurvedischen Ernährungslehre Gesundheit. Wird die Verteilung gestört, führe dies zu Unwohlsein und später zu Krankheit. Die Ernährung soll zur Aufrechterhaltung der ursprünglichen Dosha-Verteilung beitragen. Sie wird nach dem Geschmack der Speisen und deren physikalischen Eigenschaften ausgewählt. Menschen, bei denen Vata in der Konstitution überwiegt, sind nach der ayurvedischen Ernährungslehre schlank und beweglich und neigen zu trockener Haut und Falten, frieren ständig, obwohl sie immer in Bewegung sind und eine gewisse Unruhe sie kennzeichnet. Solche Menschen neigen zu Verdauungsstörungen und sollten – so empfehlen die Anhänger dieser Ernährungslehre – leicht verdauliche, ölige und warme Speisen wählen, die salzig, sauer oder süß schmecken. Menschen, bei denen Pitta das stärkste Dosha ist, sollen einen athletischen Körperbau haben, geistig aktiv sein. Weitere Informationen zum Thema Ayurveda finden sie unter www.ayurveda-akademie.org.